Offensichtlich sind der Austragungsort und der angesetzte Termin für die diesjährigen Deutschen Hallenmeisterschaften für viele studierende Leichtathletinnen und Leichtathleten sehr attraktiv. Wegen der großen Zahl der Meldungen musste sogar ein komplett neuer Zeitplan erstellt werden.
Erneut finden in diesem Jahr die Hochschulmeisterschaften unter’m Dach im international bekannten und sehr geschätzten „Glaspalast“ in Sindelfingen statt. Auch der Termin am 08. Februar passt besser in den Wettkampfkalender als zuletzt. Daneben ist es sicher auch der Ausrichtung der World University Games RheinRuhr 2025 zu verdanken, dass es auf der Rundbahn und den Anlagen für die technischen Wettbewerbe in den anstehenden 24 Einzelentscheidungen plus den erstmals ausgetragenen 4 x 200m-Staffeln ordentlich zur Sache gehen wird.
Bis zum Meldeschluss am 30. Januar haben nicht weniger als 355 Athletinnen und Athleten, einige auch aus dem angrenzenden Ausland, ihr Interesse an der Teilnahme angemeldet. Sie werden dabei insgesamt 476 Einzelstarts absolvieren und in 14 Staffelteams um den Sieg kämpfen. Und nicht nur das, auch das sportliche Niveau der Teilnehmenden ist in vielen Disziplinen erfreulich hoch. Dies liegt sicher daran, dass diese adh-Meisterschaft als Qualifikationsmöglichkeit für die im Februar in Dortmund anstehende Deutsche Hallenmeisterschaft des DLV gilt. Zudem ist die DHM angemeldet für den Status eines World-Ranking-Meetings des Internationalen Leichtathletik-Verbandes.
Als örtlicher Ausrichter hatte sich nach dem Vorjahreserfolg erneut die DHBW Stuttgart beworben und auch den Zuschlag bekommen. Mit Leo Lohre bietet sie einen engagierten Hochschulsportkollegen auf, der selbst über eine langjährige Erfahrung als Athlet verfügt und daher die notwendige Expertise einbringt. Im Verbund mit dem langjährig eventerfahrenen VfL Sindelfingen als professionellem Kooperationspartner gelingt es so, eine entsprechend hochwertige Organisation zu garantieren, wobei auch der Württembergische Leichtathletik-Verband wieder eingebunden ist.
Für Spannung in vielen der angebotenen Disziplinen sorgen die Starts von in der Szene bestens bekannten Namen. Im Kurzsprint der Männer duellieren sich nicht weniger als 50 Teilnehmer, davon 11 mit einer Meldezeit unter 7,00 sec. Das Feld wird angeführt von „Newcomer“ Emilio Gonzales von der Deutschen Sporthochschule Köln, der unlängst mit persönlicher Bestzeit von 6,70 sec. aufhorchen ließ. Über 200m kann Favorit Felix Jahn von der Uni Jena auf 21,00 sec. verweisen. Bei den schnellen Frauen ragt z.B. die Meldung von Liliane Kaden über 60m (Meldezeit 7,36 sec.) und Elisa Lechleitner bzw. Jana Lakner, beide unter 24 sec. über die 200m-Distanz heraus. Jana, letztgenannte Athletin von der OTH Regensburg, kann auch auf die mit Abstand schnellste Langsprintzeit mit 53,52 sec. verweisen.
Interessante Duelle versprechen auch die Mittelstreckenläufe über 800m, 1500m und die 3000m. Eine gute Meldebeteiligung weisen die 60m Hürden auf, wobei in der Männerklasse Stefan Volzer (IU Internat. Hochschule) auf Nils Leifert von der Uni Erlangen-Nürnberg trifft.
Das überragende Teilnehmerinnenfeld von 26 Weitspringerinnen stellt die Organisatoren vor besondere Herausforderungen. Hier stechen sicher Caroline Klein (Uni Düsseldorf) und Ruth Hildebrandt (HS Karlsruhe) mit ihren jeweils gemeldeten 6,42 m hervor. Aber auch die weiteren Sprungwettbewerbe versprechen große Spannung. Und nicht zuletzt sind es die starken Athletinnen und Athleten, die im Kugelstoß um den Erfolg kämpfen werden. Hier haben bei den Männern sicher Lasse Schulz von der HS Esslingen und Kevin Reim von der HS Mittweida mit gemeldeten Weiten von 19,09m bzw. 18,60m die Nase vorn.
Wie üblich, gibt es sicher auch die ein oder andere Überraschung aus den weiteren Teilnehmerfeldern. Nicht zuletzt versprechen die eingeübte Logistik und der technisch-mediale Rahmen ein für Zuschauer und Teilnehmende besonderes Ereignis.
Dr. Norbert Stein
adh-Disziplinchef Leichtathletik
Informationen zu den Hochschulmeisterschaften:


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