Silber für Dmitrij Krom und dreimal Bronze in den Staffelwettbewerben


VfL Sindelfingen überraschend erfolgreich bei den deutschen Jugendhallenmeisterschaften und Langstaffeln der Aktiven in eigener Halle

Sindelfingen (hs). Eine Einzel-Silber- und drei Staffel-Bronzemedaillen holten die Leichtathleten des VfL Sindelfingen bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften U20 mit Langstaffeln der Aktiven im eigenen Glaspalast. Dazu zogen sich auch die Einzelstarter aus Sindelfingen und Holzgerlingen am Samstag und Sonntag mit guten Plätzen und einigen persönlichen Bestleistungen achtbar aus der Affäre.
Der Höhepunkt aus Sicht der Gastgeber waren die 200 Meter der Jungs am Sonntagmittag. Mit 21,88 Sekunden gehörte Dmitrij Krom schon in der Meldeliste zu den Top-Platzierten und brannte dann im Vorlauf mit 21,74 Sekunden die beste Zeit aller 42 Teilnehmer auf die Bahn. Lautstark vom Sindelfinger Anhang unterstützt, konnte der noch der Altersklasse U18 angehörende VfL-Sprinter diese Marke mit 21,63 Sekunden im Finale noch einmal unterbieten und der Rest war Freude pur. Nur der zwei Jahre ältere Darmstädter Philip Stroh war noch einmal eine Zehntelsekunde schneller und wurde deutscher Jugendhallenmeister. Für Dmitrij Krom gab’s zudem am Samstagabend mit 14,02 m den achten Rang im Dreisprung.
Den Anfang im Medaillenreigen machten am Freitag die U20-Jungs über 4 x 200 Meter. Im vierten von neun Zeitläufen nahmen Dmitrij Krom, Jannis Gartmann, Nils Haumann und Luke Schmidt ihr Herz in die Hand und liefen von Beginn an vorne weg. Nach 1:28,58 Minuten brachte das Quartett die bis dahin viel umjubelte schnellste Zeit ins Ziel ihrer vier gemeinsamen Hallenrunden. Danach hieß es warten, was die Konkurrenz macht. Erst im letzten Lauf unterboten Leverkusen (1:26,97 Minute) und Frankfurt (1:28,21 Minute) noch die Marke der Gastgeber, die aber Bronze überschwänglich feierten. Nicht am Start waren wegen Krankheit und Verletzungspech allerdings die eigentlich gemeldeten Mädchen des VfL.
Genauso gut wie der männliche Nachwuchs setzten sich kurz darauf die Aktiven in Szene. Über 3 x 1000 Meter der Männer gaben Henri Stöckermann und Kurt Lauer Schlussläufer Johannes Hein einen Platz in der Führungsgruppe mit auf seinen abschließenden Abschnitt. Nur knapp zurück an Position vier liegend, attackierte Hein auf den letzten 100 Metern und machte nach 7:23,84 Minuten das Podest klar. „Vielleicht hätte ich den Zweiten auch noch kriegen können“, haderte der Schlussmann nur ganz kurz mit dem Ergebnis. Riesengroß war die Freude anschließend auch bei ihren Vereinskameradinnen Kim Bödi, Katja Bäuerle und Sabrina Heil. Zwischendurch sogar in Führung, sicherten auch sie sich über 3 x 800 Meter in 6:33,10 Minuten als Dritte Edelmetall.

Nils Haumann und Dominik Wiedenmann Sechste

Am Samstag erfüllte vor allem Nils Haumann mit dem Rückenwind der Medaille vom Vortag auch über 60 Meter Hürden die Erwartungen. Der Vorlauf war für ihn kein Hindernis. Mit 8,02 Sekunden qualifizierte sich der 18-Jährige sicher fürs Halbfinale. Dort ebenfalls mit dabei Vereinskamerad Luke Schmidt, der mit 8,16 Sekunden so schnell über die fünf Hürden flitzte wie noch nie. Für den Endlauf reichte das im Gegensatz zu den 7,99 Sekunden von Nils Haumann trotzdem nicht. Sogar noch eine Hundertstelsekunde schneller belegte Haumann insgesamt Rang sechs. „Darauf kann ich aufbauen“, freute sich der 18-Jährige.
Im Endlauf über 1500 Meter stand am Sonntag auch Dominik Wiedenmann. Der 16-Jährige zeigte am Tag zuvor einen couragierten Vorlauf, in dem er als Dritter den sicheren Finaleinzug klar machte. „Ordne dich weiter vorne ein“, gab ihm sein Coach Bastian Franz für den Endlauf mit auf den Weg. Einen Ratschlag, den sein Schützling nicht ganz beherzigte, so dass ihn sein gewohnt kämpferischer Schlussspurt von fast ganz hinten nur noch auf den dennoch guten sechsten Platz in 4:00,7 Minuten nach vorne brachte.

Starker 6. Platz im 1500m Finale: Dominik Wiedenmann

Persönliche Bestleistungen

Mit dem Finaleinzug diesmal noch nichts zu tun hatte Nathalie Schmidt über 800 Meter. Als Allerjüngste im Feld der 29 gemeldeten Teilnehmerinnen hielt sie sich in ihrem Vorlauf dennoch lange mit an der Spitze und erzielte in 2:17,49 Minuten eine neue persönliche Bestzeit. Gleiches gelang über 400 Meter in 57,09 Sekunden Rebecca Spieß. Die Holzgerlingerin Anne Krauß kam auf 57,39 Sekunden, ihre Zwillingsschwester Jule Krauß auf 4:49,76 Minuten über 1500 Meter.

Natalie Schmidt im 800 m Lauf

Über 60 Meter sprintete Pauline Zoll mit Bestzeit von 7,62 Sekunden ins Halbfinale, wo sie dann in 7,67 Sekunden leicht krankheitsgeschwächt ausschied. Trainingskollegin Alina Fischer rannte im 60-Meter-Hürden-Vorlauf 9,02 Sekunden. Bei den gleichzeitig ausgetragenen Winterwurfmeisterschaften kam Luise Herrmann (VfL Sindelfingen) im Hammerwurf mit 57,68 m auf Platz sieben von acht Frauen.


TitelBild: Stolze 4 x 200-Meter-Dritte (von links): Dmitrij Krom, Luke Schmidt, Nils Haumann und Jannis Gartmann mit Trainer Maximilian Dillitzer.
Fotos: H. Schmidt

Weitere Artikel zu den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften von Saskia Schüttke in der SZBZ:

Leichtathletik – Vier Medaillen für den VfL im Glaspalast – Nachrichten | Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung

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